100 Jahre VOGT
Profitechnik seit 1926








Profitechnik seit 1926
Als Otto Vogt seine Schmiede im Jahr 1926 gründete, hat er wohl kaum darüber nachgedacht, dass es seine Firma auch 100 Jahre später noch gibt und wie diese dann aussieht. Er wäre wohl überrascht, ein hochmodernes Unternehmen mit über 70 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu sehen.
Um einen Familienbetrieb über vier Generationen erfolgreich zu führen, ist es essenziell, sich stetig weiterzuentwickeln und offen für Neues zu sein. Denn nur wer sein Angebot anpasst und mit der Zeit geht, kann dem Markt und den Kunden über so viele Jahre gerecht werden. Mit dem Vertrieb von eigens gefertigten Zinkengrubbern wären wir im Jahr 2026 wohl kaum noch erfolgreich. Trotz der stetigen Entwicklung sind wir unseren Grundwerten treu geblieben und stellen nach wie vor unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir möchten Sie mitnehmen auf eine Zeitreise durch die letzten 100 Jahre VOGT.

Otto Vogt geht bei seinem Onkel Caspar Vogt in Telgte in die Lehre und wird dort zum Schmied ausgebildet. Auch nach seiner Lehre arbeitet er einige Jahre als angestellter Schlosser in der Grube Sachtleben in Meggen.
Im Jahr 1925 kommt es zum Streit zwischen dem Felbecker Landwirt Wilhelm Gast und dem ortsansässigen Schmied. In einem Schreiben versucht der Landwirt seinen Schwager Otto Vogt mittels einer Grundstücksschenkung von der Errichtung einer eigenen Schmiede zu überzeugen und seine gut dotierte Meisterstelle in der Grube Sachtleben aufzugeben. „Dann werde ich dir den Garten bei der Schule 1 Morgen groß schenken. […] Die Sache ist nämlich eilig, denn sonst setzt sich ein anderer Schmied hier“, so Wilhelm Gast in seinem Brief vom 26.10.1925.
Otto lässt sich dazu hinreißen und meldet am 27.10.1926 sein eigenes Gewerbe als Huf- und Wagenschmied an. Dass er damit den Grundstein für eines der führenden deutschen Unternehmen für Landschaftspflegetechnik legt, konnte Otto Vogt damals nicht ahnen. Die ersten Jahre laufen schleppend, denn Ottos meist einziger Kunde ist der Landwirt, der ihn überredet hat. Alle anderen Landwirte im Umkreis besuchen weiterhin die bestehende Schmiede. Da das Einkommen nicht ausreicht muss Otto zusätzlich ein paar Orte weiter als Angestellter arbeiten.
Im Laufe der Jahre entwickelt sich die Schmiede jedoch weiter und auch Ottos ältester Sohn Johannes Vogt ist zunächst als Geselle im Schmiedebetrieb tätig. Nachdem Johannes jedoch am 15.12.1944 im Alter von nur 18 Jahren im Krieg fällt, erlernt auch der jüngste Sohn Adolf Vogt in der Schmiede in Beisinghausen das Handwerk, um den Betrieb später weiterzuführen.

Die original Korrespondenz zwischen Otto und dem verärgerten Landwirt Wilhelm Gast ist noch erhalten. Vielleicht hätte es VOGT so nie gegeben, wenn der Landwirt und der Schmied keinen Streit gehabt hätten. Vielleicht hätte Otto dann nicht den Mut gehabt, ein eigenes Gewerbe anzumelden und vielleicht würden wir dann heute keine Profitechnik verkaufen.

Entwicklung
Noch während die eigene Produktion lief und zum Schluss vornehmlich Kutureggen gebaut wurden, wurde parallel der überregionale Vertrieb aufgebaut. Zunächst nur in Westfalen war VOGT ab 1967 als klassische Werksvertretung tätig. Die Produktpalette wurde ebenso wie das Vertriebsgebiet sukzessive ausgebaut.
Nachdem zunächst nur Landmaschinen im Programm geführt wurden, begann mit dem Vertrieb von Schlegelmulchern im Jahr 1985 der Einstieg in die Landschaftspflegetechnik. Mit der Beendigung der Zusammenarbeit mit Trioliet und BSA 2009 wurde der Fokus zu 100 Prozent auf „Profitechnik für die Landschaftspflege“ gelegt. Parallel dazu wurde das Vertriebsgebiet auf ganz Deutschland und Österreich ausgeweitet. Zudem hat VOGT zunehmend auf die eigene Konstruktion und Weiterentwicklung der Maschinen gesetzt und den Service in den Mittelpunkt gerückt.
Heutige Partner

Ausblick
Wir haben uns in den letzten 100 Jahren stetig weiterentwickelt und das möchten wir auch in Zukunft. Unser Fokus liegt mehr und mehr im Servicebereich, denn wir verstehen uns nicht bloß als Importeur oder Händler, sondern als ganzheitlicher Partner. Von der Beratung bis hin zur Ersatzteilversorgung oder Maschinenwartung sind wir der erste Ansprechpartner für unsere Kunden.
Neben dem Servicebereich für unsere Endkunden, den wir in den letzten Jahren bereits stark ausgebaut haben, möchten wir künftig auch unseren Service für Handelspartner erweitern. Die Maschinen werden immer komplexer und beratungsintensiver, weshalb wir das Angebot an Händlerschulungen in den nächsten Jahren erweitern möchten. Ziel ist, dass Kunden in ganz Deutschland und Österreich immer optimal und in gleicher Qualität beraten werden.
Wie auch in den letzen Jahren, möchten wir unser Produktprogramm weiterhin auf Maschinen zur professionellen Landschaftspflege ausrichten. In den Bereichen Mulchtechnik, Häcksler und Fräsen sind wir bereits Full-Line Anbieter und verfügen über langjähriges Know-how.
In den nächsten Jahren möchten wir außerdem den Fokus auf den Ausbau unserer digitalen Kanäle legen und unseren Kundenbereich anpassen. Benutzerfreundlichkeit und der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Effizienzsteigerung sind hier wichtige Aspekte, die uns beschäftigen.
Zudem möchten wir die Entwicklung der letzten Jahre, bezüglich der engen Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen unserer Partner, weiter vorantreiben. Gleichzeitig sollen auch unsere Eigenentwicklungen und Sonderbauten, durch eine Verstärkung der eigenen Entwicklungsabteilung, vorangetrieben werden.
Wir blicken zuversichtlich und mit Freude in die Zukunft, denn wir sind begeistert von dem, was wir machen. Gleichzeitig sind wir gespannt, wie sich VOGT und die Branche in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird und vielleicht kann VOGT im Jahr 2126 auf weitere Hundert Jahre Firmengeschichte zurückblicken.
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